Inhalte:
- Warum ist Sonnenschutz für eine gesunde Bräune wichtig?
- Was ist der UV-Index und was sagt dieser aus?
- Was ist der Unterschied zwischen UVA- und UVB-Strahlen?
- Der richtige Sonnenschutz für eine gesunde Bräune
- Welchen LSF soll ich wählen?
- Welche Inhaltsstoffe sollte ich vermeiden?
- Wie wende ich Sonnenschutzmittel richtig an?
- Gesunde Bräune mit der richtigen Routine
- Allgemeine Tipps für eine gesunde Bräune
Gesund braun werden – geht das überhaupt? Eigentlich nein, denn eine gesunde Bräune gibt es nicht. Bräunen ist ein Schutzmechanismus der Haut, um sich vor weiteren schädlichen UV-Strahlen zu schützen. Dennoch gibt es ein paar Tricks, mit denen sich ein schön natürlich gebräunter Hautton, auch ohne intensives Sonnenbaden, erzielen lässt. Gut geschützt und mit den richtigen Sonnenprodukten, lässt sich der Sommer also unbeschwert und mit einem strahlenden Teint genießen.
Warum ist Sonnenschutz für eine gesunde Bräune wichtig?
Der richtige Sonnenschutz schützt nicht nur vor unangenehmen Sonnenbränden, sondern auch vor langfristigen Schädigungen der Haut, wie vorzeitiger Hautalterung oder Hautkrebs. Um sich wirksam zu schützen, ist es zunächst wichtig, ein fundiertes Verständnis rund um den UV-Index, seine Bedeutung sowie die unterschiedlichen Arten von UV-Strahlen aufzubauen.
Was ist der UV-Index und was sagt dieser aus?
Der UV-Index gibt die Stärke der UV-Strahlung an und hilft dabei, das Risiko für Hautschäden einzuschätzen und entsprechende Sonnenschutzmaßnahmen zu treffen. Ein hoher UV-Index bedeutet, dass die Haut schneller geschädigt werden kann. Der UV-Index wurde weltweit einheitlich definiert und erleichtert somit den Vergleich zwischen den Ländern. Neben der geografischen Breite, spielen auch Jahreszeit und Tageszeit eine Rolle bei der Stärke des UV-Index. Der UV-Index und die empfohlenen Schutzmaßnahmen bemessen sich wie folgt:
| UV-Index | Belastung | Schutzmaßnahmen |
| 1-2 | Niedrig | Keine Schutzmaßnahmen erforderlich |
| 3-5 | Mittel |
Schutz erforderlich:
|
| 6-7 | Hoch | |
| 8-10 | Sehr hoch |
Schutz absolut notwendig:
|
| 11+ | Extrem |
Während im Frühling und Herbst der UV-Index in Österreich und Deutschland im Schnitt zwischen 3 und 6 liegt, können die Werte im Sommer zwischen 6 und 8 erreichen. An besonders sonnigen Tagen oder in höheren Lagen steigen diese sogar über 8. Im Winter liegt der UV-Index in Österreich und Deutschland meist unter 3, außer in den Bergen. Generell gilt es zu beachten, dass auf Schnee, Wasser und am Strand die UV-Belastung höher sein kann, da die UV-Strahlung an hellen oder spiegelnden Oberflächen reflektiert wird. Zudem bedeutet ein bewölkter Himmel nicht unbedingt einen geringeren UV-Index. Im Gegenteil: durch die Reflexion von Sonnenstrahlen an den Wolken kann selbst bei bewölktem Himmel eine höhere UV-Belastung auftreten als bei wolkenlosem Himmel.¹
Was ist der Unterschied zwischen UVA- und UVB-Strahlen?
Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen sind gefährlich und können unsere Hautzellen schädigen. UVA-Strahlen dringen tief in die Haut ein und sind hauptsächlich für die Hautalterung verantwortlich, während UVB-Strahlen zwar weniger tief eindringen, dafür aber energiereicher sind. Sie verursachen Sonnenbrände und sind daher der Hauptauslöser für Hautkrebs.
Der richtige Sonnenschutz für eine gesunde Bräune
Sonnenschutzprodukte verzögern dank bestimmter UV-Filter das Auftreten eines Sonnenbrandes und können außerdem vorzeitige Hautalterung verhindern. Für Letzteres müssen die Produkte sowohl gegen UVA als auch gegen UVB Strahlung schützen. Ein Schutz vor UVA-Strahlung ist extra auf Sonnenschutzmitteln gekennzeichnet.
Welchen LSF soll ich wählen?
Um die Haut effektiv vor UVA- und UVB-Strahlen zu schützen, ist die Wahl des richtigen Lichtschutzfaktors (LSF) ausschlaggebend. Der LSF beschreibt den Schutz vor UVB-Strahlung und gibt an, wie viel länger man in der Sonne bleiben kann ohne einen Sonnebrand zu bekommen, als ganz ohne die Verwendung von Sonnenschutzmittel. Die Wahl des richtigen LSF ist somit vom UV-Index, aber auch vom Hauttyp, der Einfluss auf die Eigenschutzzeit hat, abhängig.
Diesbezüglich unterscheidet man zwischen sechs verschiedenen Hauttypen²:
- Hauttyp I: besonders empfindlich, helle Haut, blaue oder graue Augen, rötliches bis rötlich blondes Haar, sehr viele Sommersprossen
- Hauttyp II: helle, empfindliche Haut, blaue, graue, grüne oder braune Augen, blonde bis braune Haare, viele Sommersprossen
- Hauttyp III: helle bis hellbraune Haut, graue oder braune Augen, dunkelblonde bis braune Haare, selten Sommersprossen
- Hauttyp IV: hellbraune bis olivfarbene Haut, braune bis dunkelbraune Augen, dunkelbraunes Haar, keine Sommersprossen
- Hauttyp V: dunkelbraune Haut, dunkelbraune Augen, dunkelbraunes bis schwarzes Haar, keine Sommersprossen
-
Hauttyp VI: dunkelbraune bis schwarze Haut, dunkelbraune Augen, schwarze Haare, keine Sommersprossen
Bei einem durchschnittlichen UV-Index von 6-8 im Sommer, sollten sich die Hauttypen I bis IV laut ÖTK, maximal 5 Minuten (Hauttyp I) bis 10 Minuten (Hauttyp IV) aufhalten. Nehmen wir nun eine Eigenschutzzeit von 10 Minuten an, kann eine Person mit LSF 30 theoretisch bei gleichem UV-Index 300 Minuten ( 10 Min. x 30) draußen sein, ohne einen Sonnbrand zu bekommen. Wir empfehlen daher stets die Verwendung eines Sonnenproduktes mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30, am Wasser bzw. in sonnreichen Regionen sogar einen LSF von 50.³
Welche Inhaltsstoffe sollte ich vermeiden?
Einige Inhaltsstoffe in Sonnenschutzmitteln können schädlich für die Haut oder die Umwelt sein und sollten daher vermieden werden:
- Oxybenzon
- Octinoxat
- Silikone
- Parabene
- Paraffine
- Mineralöle
- PEG-/PPG-Emulgatoren
- Nanopartikel
- Mikroplastik
Wie wende ich Sonnenschutzmittel richtig an?
Neben der Auswahl des passenden Lichtschutzfaktors, ist für den optimalen Schutz der Haut auch die richtige Anwendung entscheidend. Dies bedeutet:
- Rechtzeitige Anwendung: Sonnenschutz sollte 20 bis 30 Minuten vorher aufgetragen werden, bevor es in die Sonne geht, um den vollständigen Schutz zu erhalten.
- Ausreichende Menge: Damit der ausgewiesene LSF erreicht wird, müssen ca. 2 Milligramm der Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut aufgetragen werden. Dies entspricht bei einem Erwachsenen ungefähr vier gehäufte Esslöffel Sonnenschutzmittel für den ganzen Körper.
-
Regelmäßig Nachcremen: Ungefähr alle zwei Stunden sollte der Sonnenschutz nachgecremt werden. Besonders nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen (z.B.: durch Sport).
Gesunde Bräune mit der richtigen Routine
Bereits bevor Sie sich der Sonne aussetzen, sollten Sie Ihre Haut gut darauf vorbereiten. Ein sanftes Peeling, wie bspw. das VINOBLE COSMETICS enzyme scrub, entfernt abgestorbene Hautzellen und sorgt somit auch für eine gleichmäßige Bräune.
Gerade was das Sonnenbaden angeht, sollten Sie anfangs nur wenige Minuten in der Sonne verbringen, um Ihre Haut daran zu gewöhnen. Leider glauben viele noch an den Mythos, dass man nur in der prallen Sonne braun wird oder die Verwendung eines Sonnenschutzes das Braunwerden verhindert. Das ist jedoch ein Irrtum. Sonnenschutzmittel schützen die Haut vor schädlichen UV-Strahlen, verhindern aber keine Bräunung. Genauso verhält es sich mit der sogenannten Schattenbräune. Wenn auch langsamer, wird die Haut im Schatten ebenso gebräunt. Dies hat sogar den Vorteil, dass die Bräunung dadurch gleichmäßiger erfolgt, was zu einem natürlicheren und länger anhaltendem Ergebnis führt. Zudem ist die Haut einem geringeren Risiko vor Sonnenbrand und Hautschäden ausgesetzt. Durch die richtige Anwendung des Sonnenschutzes (siehe oben) lässt sich außerdem eine geringere Belastung für die Haut sicherstellen.
Was keinesfalls in Ihrer Pflegeroutine fehlen darf, ist ganz klar eine feuchtigkeitsspendende Lotion. Denn gerade nach einem langen Tag in der Sonne gilt es, die Haut zu beruhigen und sie mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen, um sie geschmeidig zu halten. Eine After-Sun-Lotion ist ideal, um die Haut zu kühlen und gleichzeitig mit allen wertvollen Inhaltsstoffen zu pflegen. So unterstützt man die Regeneration der Haut und auch die Bräune kann dadurch länger erhalten werden.
Allgemeine Tipps für eine gesunde Bräune
- Schutz von innen: Eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind essenziell für eine gesunde Haut. Lebensmittel, die reich an Antioxidantien sind, wie Obst und Gemüse, schützen die Haut von innen. Trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser am Tag, um die Haut hydratisiert zu halten.
- Geeignete Kleidung und Accessoires: Tragen Sie leichte, atmungsaktive Kleidung und nutzen Sie Accessoires wie Hüte und Sonnenbrillen, um sich vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Diese Maßnahmen helfen, die Haut vor Schäden zu bewahren und unterstützen eine gleichmäßige Bräune.
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Sonnenschutz bei jedem Wetter: Ob strahlender Sonnenschein oder bewölkter Himmel – für einen optimalen Schutz, sollten Sie, unabhängig vom Wetter, niemals auf Sonnencreme verzichten.
¹vgl. Bundesamt für Strahlenschutz: www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-index/einfuehrung/einfuehrung.html
²vgl. ÖTK: www.oetk.at/news/wetter/uv-index/
¾vgl. Bundesamt für Strahlenschutz: www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/schutz/sonnencreme/sonnencreme_node.html