Komplex, chronisch und durchaus störend für viele Betroffene – die Rede ist von Rosazea. Eine unheilbare Hauterkrankung, die nicht nur eine körperliche, sondern vor allem auch seelische Belastung für Patient:innen darstellt.  Kein Wunder, denn die Rötungen, die oftmals mit Knötchen, Pusteln und Hautverdickungen einhergehen, zeigen sich vorwiegend im Gesichtsbereich. Häufig fühlen sich Betroffene daher in ihrem Alltag eingeschränkt und wertvolle Lebensqualität geht dadurch verloren. Als Marke für gesunde Hautpflege liegt es uns am Herzen, das Thema Rosazea eingehend zu behandeln und Ihnen Wege aufzuzeigen, wie Sie diese Art von Hauterkrankung mit geeigneten Pflegeprodukten bestmöglich unterstützen können, um Ihnen ein angenehmes Wohlbefinden zu schenken.

Was ist Rosazea?

Rosazea ist eine entzündlich, chronisch-verlaufende Hauterkrankung, die sich vor allem durch Rötungen und sichtbare Blutgefäße im Gesicht auszeichnet. Zumeist sind Frauen häufiger von der Erkrankung betroffen als Männer, bei Letzteren tritt sie jedoch meist in einer schwerwiegenderen Form auf. In der Regel wird Rosazea im Alter von 30 bis 50 Jahren diagnostiziert, kann jedoch auch bei jüngeren Personen bereits in einer milderen Ausprägung auftreten. Zudem sind Menschen mit heller Haut häufiger davon betroffen. Eine Hypothese dazu besagt, dass der Grund hierfür in einer evolutionären Mechanismusanpassung liegen könnte. Da es in nördlichen Gegenden nicht genug Sonnenlicht gab, war es den Menschen in dunkleren Breitengraden möglicherweise nicht möglich einen Schutzstoff namens LL-37, der vor allem für die Produktion von Vitamin D verantwortlich ist, zu produzieren. Also entwickelte der Körper einen Mechanismus, der dafür sorgte, dass die Haut trotz des Mangels an Sonnenlicht genug von diesem Schutzstoff produzierte – und zwar durch dauerhaften Stress des endoplasmatischen Retikulums (= eine wichtige Kompnente der Zelle, die für die Herstellung und Speicherung verschiedener Stoffe zuständig ist).

Ursachen und Auslöser für Rosazea

Die genauen Ursachen von Rosazea sind noch nicht vollständig verstanden, aber Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass genetische Veranlagung und Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems, erhöhte Anzahl von Demodex-Milben auf der Haut und empfindliche Nervenstrukturen könnten ebenfalls zur Entstehung von Rosazea beitragen.

  • Umweltfaktoren: Zu den Umweltfaktoren, die eine Rosazea begünstigen zählen sowohl Hitze als auch Kälte, Wind und starke Temperaturschwankungen. Inbesondere Sonnenstrahlen fördern die Entwicklung der chronischen Hauterkrankung, da diese die Haut reizen und die Blutgefäße erweitern, was zu einer verstärkten Rötung führt. Zudem können UV-Strahlen das Immunsystem der Haut schwächen, was die Entzündungsreaktionen verstärkt. Durch Vermeidung dieser Umweltfaktoren, lassen sich die Symptome reduzieren.
  • Demodex-Milben: Die Demodex-Milbe, auch Haarbalg-Milbe genannt, ist grundsätzlich ein natürlicher Bestandteil unserer Haut, angesiedelt in den Haarfolikeln im Gesicht, am Kinn und im Nacken. Sie befreit die Haut von abgestorbenen Hautzellen und Talg und schützt diese somit vor Krankheiten. Bei Menschen mit Rosazea geht man von einer Überbesiedlung dieser Milbe aus. Die Haut reagiert darauf, indem sie Antikörper bildet, was zu einer entzündlichen Reaktion auf der Hautoberfläche führt. Die Demodex-Milbe sollte als mögliche Ursache einer Rosazea stets untersucht werden – eine Behandlung, die auf die Reduzierung der Milbe abzielt, kann helfen, Entzündungen zu lindern und Rosazea zu verbessern.
  • Immunsystem: Unser Körper kämpft für gewöhnlich gegen Krankheitserreger an. Bei Rosazea ist das Immunsystem jedoch überaktiv und bewertet harmlose Stoffe als Bedrohung, wodurch es Entzündungen auslöst. Dies führt wiederum dazu, dass die Blutgefäße sich weiten und die Haut gerötet aussieht.
  • Emotionaler Stress: Auch psychische Belastungen können sich negativ auf das Immunsystem auswirken und Entzündungen fördern, wodurch die Symptome einer Rosazea verschlimmert werden.
  • Ernährung: Ebenso spielt die Ernährung eine Rolle bei Rosazea, da manche Lebensmittel und Getränke, wie beispielsweise Koffein, Alkohol und scharfe Speisen, die Durchblutung anregen und damit die Krankheit verschlechtern.
  • Hormone: Veränderungen im Hormonhaushalt eines Menschen tragen ebenfalls zu einer Verschlechterung von Rosazea bei.  

Tipp: Da nicht jede Person gleich auf die Auslöser reagiert, empfiehlt es sich, ein Rosazea-Tagebuch zu führen, um seine persönlichen Triggerfaktoren herausfinden und vermeiden zu können.

Symptome und Phasen einer Rosazea-Erkrankung

Charakteristische Merkmale einer Rosazea sind anhaltende Rötungen, Papeln, Pusteln und manchmal Hautverdickungen. Meist verläuft die Krankheit in Wellen – das heißt sie ist geprägt von Schüben und Rückgängen über mehrere Jahre hinweg. Im Allgemeinen lässt sich Rosazea in vier aufeinanderfolgenden Phasen unterteilen – manchmal wird eine Phase auch übersprungen oder die Rosazea äußert sich in einer Mischform aus mehreren Stadien. 

  • Rosazea-Vorstufe („Rosacea-Diathese”)
    Rosazea beginnt zunächst mit anfallsartigen Rötungen, sogenannten „Flushs“. Hierbei sind die oberflächlichen, kleinen Blutgefäße erweitert.
  • Phase 1 („Rosacea erythematotelangiectatica“)
    In dieser Phase sind die Gefäße nicht mehr in der Lage sich zusammenzuziehen, sodass die Rosazea mit einer dauerhaften Gesichtsrötung (auch Teleangiektasien genannt) einhergeht.
  • Phase 2 („Rosacea papulopustulosa“)
    Hierbei werden die dauerhaften Rötungen im Gesicht von dem Auftreten von Pusteln und Papeln begleitet, die sich neben der Nase meist auch auf Stirn, Wange und Kinn ausbreiten.
  • Phase 3 („Rosacea hypertrophica“)
    Diese Phase erreichen vorwiegend Männer und ist gekennzeichnet durch starke Gesichtsrötungen mit Knotenbildungen und Gewebeveränderungen. Früher als „Säufernase“ bezeichnet spricht man bei der Verdickung des Binde- und Talgdrüsengewebes im Bereich der Nase von einem sogenannten „Rhinophym“. Heute wissen wir, dass diese Gewebsvermehrungen durch eine übermäßige Kollagenproduktion entstehen. Das liegt daran, dass Rosazea-Haut mehr Mastzellen und Fibroblasten hat, die durch die Entzündungen aktiviert werden. Alkohol wirkt dabei nur als Auslöser, aber nicht als Ursache des Rhinophyms.

Behandlung von Rosazea

Rosazea ist eine komplexe Erkrankung, die ein ganzheitliches Verständnis wie auch individuelle Lösungen erfordert. Die eine richtige Behandlungsform gibt es also nicht. Stattdessen erfordert die Behandlung von Rosazea einen auf die Bedürfnisse des Betroffenen zugeschnittenen Behandlungsplan – abgestimmt auf Schweregrad und Symptome. Die Behandlung von Rosazea kann von der Pflege mit bestimmten entzündungshemmenden Salben bis hin zu möglichen Lasertherapien und verschreibungspflichtigen Medikamenten reichen. Ganz allgemein ist es aber in jedem Fall ratsam, so früh wie möglich eine:n erfahrene:n Dermatolog:in aufzusuchen, um geeignete Behandlungsmethoden zu finden. Dies ermöglicht es, die Symptome besser zu kontrollieren, die Lebensqualität zu verbessern und das Fortschreiten der Krankheit frühzeitig zu stoppen. 

 

Allgemeine Tipps bei der Behandlung von Rosazea:

  • Vermeidung von Triggerfaktoren: Faktoren, die die Intensität der Erkrankung verstärken, sollten unbedingt vermieden werden.
  • Sonnenschutz: UV-Strahlung lässt sich nicht immer vermeiden – hierbei ist ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor unerlässlich.
  • Milde Pflegeprodukte: Bei Reinigung, Tagescreme und Co. sollte unbedingt auf milde, nicht reizende Produkte zurückgegriffen werden. Duftstoffe, Salicylsäure, Alkohol uvm. sind Inhaltsstoffe, die unbedingt in Produkten gemieden werden sollten, da sie Entzündungen verschlimmern können.
  • Anti-entzündliche Ernährung: Die richtige Ernährung bei Rosazea kann dabei helfen, die Schübe der Erkrankung besser in Zaum zu halten. Empfohlen wird daher eine Ernährung mit anti-entzündlichen Lebensmitteln, die die Darmflora und das Immunsystem stärken. Auf dem Speiseplan sollte daher viel Gemüse, gesunde Pflanzenöle (z.B.: Rapsöl) und Ballaststoffe (Brokkoli, Nüsse, Samen etc.) stehen. Alkohol, Koffein, Süßigkeiten, tierische Produkte wie auch manchmal Weizenprodukte und Kuhmilch sollten dagegen vermieden werden. Auch hier empfiehlt sich das Führen eines Tagebuchs, um seine persönlichen Triggerfaktoren zu erkennen.

Die richtige Hautpflege bei Rosazea

Wie schon erwähnt, spielt die Wahl der Pflegeprodukte bei der Behandlung von Rosazea eine zentrale Rolle. Aggressive Inhaltsstoffe gilt es zu vermeiden und stattdessen auf anti-entzündliche, beruhigende und gefäßstärkende Produkte zu setzen. Wir von VINOBLE COSMETICS bieten Rosazea-Patient:innen eine Reihe von Produkten, die unterstützend zu einer Verbesserung der Erkrankung beitragen können.

 

REINIGUNG:

  • balancing & regenerating tonic: Erfrischender und balancierender Toner, der beruhigt, klärt und die Haut gut durchfeuchtet. Achten Sie beim Reinigen des Gesichts auch stets darauf, dieses nicht trocken zu reiben, sondern stattdessen schonen Abzutupfen.

ESSENZEN & KONZENTRATE:

  • purifying essence: Klärende Wirkstoff-Essenz - mattiert, beruhigt und bringt die sensible Haut wieder in Balance.
  • purifying concentrate: Konzentrat mit klärenden Wirkstoffen, die das Hautbild regulieren und Entzündungsprozesse mildern.
  • hydrating essence: Feuchtigkeitsspendende Essenz, die den Regenerationsprozess der Haut anregt.

PFLEGECREMES:

  • protecting day cream SPF 30: Ideal als Schutzcreme für jeden Tag – mit hohem Lichtschutzfaktor und modernem photstabilem UVA + UVB Breitband-Schutzsystem.
  • tinted day cream SPF 30: Schützt die Haut mit LSF 30 UVA + UVB und verleiht dank Tönung gleichzeitig einen strahlenden, ebenmäßigen Teint. Hierbei wird empfohlen eine Essenz unterhalb aufzutragen.
  • purifying cream: Ideal bei starken Entzündungen in Form von Pusteln und Papeln. Wirkt talgregulierend, entzündungshemmend und antioxidativ.
  • hydro-regenerating cream: Traubenkernöl und Allantoin versorgen die Haut intensiv mit Feuchtigkeit.